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Dschihad
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Der Begriff Dschihad [] (arabisch ŰŹÙ‡Ű§ŰŻ Dschihād, DMG ǧihād ‚Anstrengung, Kampf, BemĂŒhung, Einsatz‘;cite-ref-1[1] auch Djihad, Cihad/Cihat oder gelegentlich in der englischen Schreibweise Jihad) bezeichnet im religiösen Sinne ein wichtiges Konzept der islamischen Religion, „die Anstrengung/den Kampf auf dem Wege Gottes“ (al-dschihādu fÄ« sabÄ«li Llāh / Ű§Ù„ŰŹÙ‡Ű§ŰŻ في ŰłŰšÙŠÙ„ Ű§Ù„Ù„Ù‡ / al-ǧihādu fÄ« sabÄ«li Llāh). Ihren Ursprung hat die Dschihadlehre im Koran und der Sunna Mohammeds (siehe #Dschihad im Koran).

Etymologisch bezeichnet der Begriff eine auf ein bestimmtes Ziel gerichtete Anstrengung.cite-ref-2[2] Im Koran und der Sunna bezeichnet dieser Begriff primĂ€r den militĂ€rischen Kampf.cite-ref-blan-3-0[3] Aus dem Koran geht nicht eindeutig hervor, ob es sich dabei um einen universellen Kampf gegen AndersglĂ€ubige handelt oder dieser Kampf nur defensive Ziele verfolgt:cite-ref-4[4] „Das vorhandene Schriftmaterial bedarf der Interpretation, wobei die Haltung der Interpreten von entscheidender Bedeutung ist, die maßgeblich von den unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen geprĂ€gt wurde und wird.“cite-ref-5[5]

Nach klassischer islamischer Rechtslehre (Fiqh), deren Entwicklung in die ersten Jahrhunderte nach dem Tode Mohammeds zu datieren ist,cite-ref-6[6] dient dieser Kampf der Erweiterung und Verteidigung islamischen Territoriums, bis der Islam die beherrschende Religion ist.cite-ref-kwh-7-0[7] In seiner spĂ€teren Entwicklung sowie insbesondere im Zuge der Moderne haben muslimische Gelehrte begonnen, nichtmilitĂ€rische Aspekte dieses Kampfes zu betonen (Siehe Absatz unten: NichtmilitĂ€rische Auslegungen des Dschihadbegriffs). Muslimische Autoren der Moderne sehen ausschließlich solche Kriege als legitim an, die der Verteidigung islamischer Staaten, der Freiheit der Muslime, den Islam außerhalb dieser zu verkĂŒnden, und dem Schutz der Muslime unter nichtislamischer Herrschaft dienen.cite-ref-8[8] Dem entspricht ihre Auslegung entsprechender Koranverse.cite-ref-9[9]

Der Dschihad stellt als eines der Grundgebote des islamischen Glaubens und eine allen Muslimen auferlegte Pflicht ein wichtiges Glaubensprinzip des Islam dar. Manche sunnitische Gelehrte rechnen den Dschihad als sechste zu den „fĂŒnf SĂ€ulen des Islams“.cite-ref-johnesposito-10-0[10]

Die Charidschiten zĂ€hlten den Dschihad zu den fĂŒnf Grundpfeilern des Islam.cite-ref-11[11]

Die Zwölfer-Schia kennt bis zum Erscheinen des sogenannten verborgenen Imams, Muhammad ibn Hasan, keinen Dschihad zur Erweiterung des islamischen Herrschaftsbereichs, da erst dieser berechtigt ist, diesen zu fĂŒhren.cite-ref-ei1-12-0[12] Die Verteidigung des eigenen Territoriums ist fĂŒr die Zwölferschiiten dennoch nach wie vor verpflichtend, was allerdings nicht als Dschihad verstanden wird.cite-ref-13[13]
Die entsprechende Rechtslehre hat es verstanden, angesichts militÀrischer Notwendigkeit Wege um diese Regelung zu finden, so dass auch Kriege in Abwesenheit des verborgenen Imam rechtliche Legitimierung erhalten konnten.cite-ref-14[14]

Im europĂ€ischen Sprachraum wird der Begriff öfter mit dem Ausdruck Heiliger Krieg ĂŒbersetzt.cite-ref-15[15] Dem entgegnen muslimische Autoren, dass Dschihad semantisch nicht nur KriegsfĂŒhrung bezeichne, es nichtmilitĂ€rische Bedeutungen des Dschihadbegriffs gebe und sehen deshalb eine derartige Übersetzung als falsch an und lehnen sie ab.cite-ref-16[16]

In der Islamwissenschaft ist eine Umschreibung des Dschihad als Heiliger Krieg im Sinne eines von Gott vorgeschriebenen, seinetwegen gefĂŒhrten und von ihm belohnten Kriegescite-ref-17[17] gĂ€ngig.cite-ref-18[18] Eine Gleichsetzung beider Begriffe als solcher stĂ¶ĂŸt in der Forschung allerdings oft auf Ablehnung.cite-ref-19[19]

Dschihad ist zudem ein arabischer Vorname, dessen Gebung auch in anderen Schreibweisen im deutschen Sprachraum gesetzlich erlaubt ist.cite-ref-21[21]

Contents

‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Dschihad im Koran

Seinen Ursprung hat die Dschihadlehre im Koran und der Sunna Mohammeds. In diesen Quellen wird der Begriff im militĂ€rischen Sinne, als Kampf gegen einen Feind verstanden.cite-ref-blan-3-1[3] Die entsprechenden Koranverse wurden vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung des Propheten und seiner AnhĂ€ngerschaft mit ihren polytheistisch-arabischen sowie jĂŒdischen und christlichen Gegnern offenbart.cite-ref-22[22] Diese Verse sowie die Mohammed zugeschriebenen AussprĂŒche und Taten, seine Sunna, bildeten die primĂ€re Grundlage fĂŒr die spĂ€tere Entwicklung der Dschihadlehre im islamischen Recht.cite-ref-23[23]

Im Koran kommt das Nomen Dschihad viermal vor.cite-ref-24[24] Zusammen mit seinen unterschiedlichen Verbformen ist es im Koran fĂŒnfunddreißig Mal vorzufinden.cite-ref-25[25] Dem folgt meist der Zusatz „auf dem Wege Gottes“,cite-ref-26[26] „mit Gut und Blut“cite-ref-27[27] oder eine Kombination beider:cite-ref-integration66-28-0[28]

„Diejenigen, die glaubten und ausgewandert sind und sich mit ihrem Vermögen und mit ihrer eigenen Personcite-ref-29[29] auf dem Weg Gottes eingesetzt haben, sind untereinander Freunde. [
]“

–

Sure 8

:72 nach

Khoury

Bei der Benutzung eines dieser bzw. beider ZusĂ€tze ist stets ein bewaffneter Kampf gemeint.cite-ref-wmw143-30-0[30] Zu Beginn seiner prophetischen Karriere schloss sich Mohammeds AnhĂ€ngerschaft aus wenigen, meist einflussarmen Personen zusammen. Als Mohammed den Götzenkult der Quraisch zu kritisieren begann, kam es zu Verspottungen der Heilsbotschaft des Propheten bis hin zu offenen Ausschreitungen gegenĂŒber den AnhĂ€ngern der neuen Glaubensgemeinschaft von Seiten der heidnischen Mekkaner.cite-ref-31[31] Ein Gebot zum Kampf gegen diese existierte vor der Auswanderung Mohammeds nach Medina, der Hidschra, noch nicht. Aufgrund ihrer völligen Unterlegenheit blieb der damaligen Gemeinschaft Mohammeds nichts anderes ĂŒbrig, als die UnterdrĂŒckung von Seiten der Quraisch ohne Gegenwehr zu ertragen und sie möglichst zu ignorieren:cite-ref-32[32]

„Und verkĂŒnde laut, was dir befohlen wird, und wende dich von den Polytheisten ab. Wir schĂŒtzen dich vor den Spöttern, die Gott einen anderen Gott zur Seite stellen. Sie werden es noch zu wissen bekommen.“

–

15:94-96 nach Khoury

Auch in der Zeit unmittelbar nach der Ankunft der MuhādschirĆ«n, der aus Mekka stammenden muslimischen „Auswanderer“, in Yathrib wurde die AnhĂ€ngerschaft Mohammeds vor einer militĂ€rischen Konfrontation mit den Mekkanern zurĂŒckgehalten. BestĂ€tigt wird dies unter anderem durch folgenden Koranvers, in dem es retrospektiv darauf Bezug nehmend heißt:cite-ref-33[33]

„Hast du nicht jene gesehen, zu denen man (anfĂ€nglich) sagte: ‚Haltet eure HĂ€nde (vom Kampf) zurĂŒck und verrichtet das Gebet und gebt die Almosensteuer?‘ Als ihnen dann (spĂ€ter) vorgeschrieben wurde, zu kĂ€mpfen, fĂŒrchtete auf einmal ein Teil von ihnen die Menschen, wie man Gott fĂŒrchtet oder (gar) noch mehr. (
)“

–

4:77 nach

Paret

Erst in den Folgemonaten wurde der Vers offenbart, den die islamische Koranexegese mehrheitlich als den ersten Aufruf zum Kampf ansieht:cite-ref-34[34]

„Erlaubnis (zum Kampf) ist denen gegeben, die bekĂ€mpft werden, weil ihnen ja Unrecht getan wurde – und Gott hat gewiß die Macht, sie zu unterstĂŒtzen – (ihnen), die zu Unrecht aus ihren WohnstĂ€tten vertrieben wurden, nur weil sie sagen: Unser Herr ist Gott. (
)“

–

22:39-40 nach Khoury

Der Krieg der Muslime auf der Arabischen Halbinsel durchlief mehrere Phasencite-ref-35[35] und mĂŒndete schließlich in einem allgemeinen Kampf gegen die arabischen Götzendiener zum einen 
:cite-ref-36[36]

„Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Polytheisten, wo immer ihr sie findet, greift sie, belagert sie und lauert ihnen auf jedem Weg auf. Wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Abgabe entrichten, dann laßt sie ihres Weges ziehen: Gott ist voller Vergebung und barmherzig.“

–

9:5 nach Khoury


 und die Schriftbesitzer, die Juden und Christen, auf der Halbinselcite-ref-noth15-37-0[37] zum anderen:

„KĂ€mpft gegen diejenigen, die nicht an Gott und den jĂŒngsten Tag glauben und nicht verbieten (oder: fĂŒr verboten erklĂ€ren), was Gott und sein Gesandter verboten haben, und nicht der wahren Religion angehören – von denen, die die Schrift erhalten haben – (kĂ€mpft gegen sie), bis sie kleinlaut aus der Hand (?) Tribut entrichten!“

–

Sure 9

:29 nach Paret

Diese Koranverse, auch bekannt als die Schwertverse, wurden in der klassischen Koranexegese mehrheitlich als Aufruf zu einem allgemeinen Kampf gegen die nichtmuslimische Welt verstanden. Einzelne Koranexegeten dieser Periode haben indes den letzteren Koranvers lediglich auf die Schriftbesitzer der arabischen Halbinsel bezogen.cite-ref-noth15-37-1[37]

Die Auswanderer aus Mekka, denen in Yathrib mehrheitlich jegliche finanzielle Grundlage fehlte,cite-ref-38[38] folgten dem altarabischen Brauch der Razzia und begannen Karawanen der Quraisch zu ĂŒberfallen und zu plĂŒndern. Die Übernahme dieses schon zu vorislamischen Zeiten gĂ€ngigen Konzepts der KarawanenĂŒberfĂ€lle, die nun als Dschihad bezeichnet wurden, beschrĂ€nkte sich nicht auf einen Namenswechsel: WĂ€hrend solche RaubzĂŒge zuvor einen Angriff eines Stammes gegen einen anderen ungeachtet ihres damaligen VerhĂ€ltnisses bedeuteten, war Dschihad der Kampf einer religiösen Gemeinschaft gegen AndersglĂ€ubige. Damit einhergehend expandierte diese Gemeinschaft, da ein Stamm von diesen FeldzĂŒgen nicht mehr betroffen war, sobald er den Islam annahm. „Es war dieses 'religiöse' [sic] Wesen des Dschihad, das die Energien der Araber auf so eine Weise lenkte, dass sie in weniger als einem Jahrhundert ein Imperium begrĂŒndeten, das sich vom Atlantik und den PyrenĂ€en im Westen bis zum Oxus und dem Punjab im Osten erstreckte. Es scheint so gut wie sicher zu sein, dass diese Expansion sich ohne das Dschihadkonzept nicht ereignet hĂ€tte.“cite-ref-39[39]

Die Tatsache, dass in einzelnen Koranversen das Verb dschahada (dt.: „sich anstrengen“, „kĂ€mpfen“) ohne einen der weiter oben erwĂ€hnten ZusĂ€tze benutzt wird, legt dar, dass diese KarawanenĂŒberfĂ€lle zunĂ€chst keinen religiösen Charakter hatten. So heißt es zum Beispiel in Sure 16, Vers 110:

„Alsdann wird dein Herr jenen, welche nach PrĂŒfungen auswanderten und alsdann kĂ€mpften und standhaft waren – siehe, dein Herr wird hernach wahrlich verzeihend und barmherzig sein.“

–

Übersetzung nach Henning

Dieser religiöse Charakter, gewöhnlicherweise durch einen solchen Zusatz gekennzeichnet, sei – so Watt – den ÜberfĂ€llen erst spĂ€ter hinzugefĂŒgt worden, als Mohammed eine Beteiligung der medinensischen Muslime, der sogenannten Helfer, an den RaubzĂŒgen zu verlangen begann und entsprechende Koranverse offenbart wurden:cite-ref-integration66-28-1[28]

„O ihr, die ihr glaubt, fĂŒrchtet Gott und sucht ein Mittel, zu Ihm zu gelangen, und setzt euch auf seinem Weg ein, auf daß es euch wohl ergehe.“

–

Sure 5

:35 nach Khoury

Die Helfer hatten sich bis dahin nur dazu verpflichtet, den Muslimen aus Mekka bei einem Angriff der Quraisch militĂ€risch beizustehencite-ref-40[40] und die jeweiligen Quellen, darunter mehrere Koranverse,cite-ref-41[41] machen klar, dass bis zur Schlacht von Badr im Jahre 624 n. Chr. sich hauptsĂ€chlich bis ausschließlich Emigranten an den jeweiligen KarawanenĂŒberfĂ€llen beteiligt hatten.cite-ref-42[42]

Im Zuge dieser RaubzĂŒge kam es zu militĂ€rischen Konfrontationen grĂ¶ĂŸeren Ausmaßes zwischen den Quraisch und den AnhĂ€ngern Mohammeds, die erst 628 n. Chr. temporĂ€r durch einen Friedensvertrag, den sogenannten Vertrag von al-Hudaibiya, beendet wurden. Auf den Bruch dieses Vertrags von Seiten der Mekkaner folgte die Eroberung Mekkas 630 n. Chr.cite-ref-43[43] Als Mohammed am achten Juni 632 n. Chr. verstarb, erstreckte sich der islamische Herrschaftsbereich ĂŒber die gesamte Arabische Halbinsel.cite-ref-44[44]

Siehe auch

:

Mohammed#Die medinensische Periode der Prophetie (622–630)

Der Koran nimmt mehrmals Bezug auf den Kampf gegen UnglÀubige. Viele Verse fordern die Muslime zum Kampf auf und versprechen den Gefallenen unter ihnen Belohnungen im Jenseits.

„Und du darfst ja nicht meinen, daß diejenigen, die um Gottes willen getötet worden sind, (wirklich) tot sind. Nein, (sie sind) lebendig (im Jenseits), und ihnen wird bei ihrem Herrn (himmlische Speise) beschert.“

–

3:169 nach Paret; siehe auch: 3:157–158 sowie 170–172

Die muslimischen Kommentatoren sind sich uneinig darĂŒber, ob die MĂ€rtyrer des Kampfes erst am Ende der Zeit das Leben wiedererlangen (so die Mu'taziliten) oder bereits jetzt als lebendig gelten sollen. FĂŒr die Vertreter der zweiten Meinung gilt, dass die Seelen der MĂ€rtyrer weiterleben und Gott loben und verehren.cite-ref-45[45] Der Koran droht den “Heuchlern”, die sich nicht am Kampf beteiligen, mit Höllenstrafen:

„Diejenigen, die zurĂŒckgelassen worden sind (anstatt ins Feld mitgenommen zu werden), freuen sich darĂŒber, daß sie hinter dem Gesandten Gottes (oder: im Gegensatz zum Gesandten Gottes) (der seinerseits ausgerĂŒckt ist) daheim geblieben sind. Es ist ihnen zuwider, mit ihrem Vermögen und in eigener Person um Gottes willen Krieg zu fĂŒhren (w. sich abzumĂŒhen), und sie sagen: ‚RĂŒckt (doch) nicht in der Hitze aus!‘ Sag: Das Feuer der Hölle ist heißer (als die Sommerhitze, in der dieser Feldzug stattfindet). Wenn sie doch Verstand annehmen wĂŒrden! Sie werden nur kurz (w. wenig) zu lachen, aber (dereinst) lange (w. viel) zu weinen haben. (Dies geschieht ihnen) zum Lohn fĂŒr das, was sie begangen haben.“

–

9:81–82 nach Paret; siehe auch: 48:16

Weitere Verse behandeln kriegsrechtliche Fragen, wie beispielsweise die Behandlung von Kriegsgefangenen,cite-ref-46[46] den Ausschluss vom Kriegsdienstcite-ref-47[47] oder WaffenstillstĂ€nde.cite-ref-48[48] Zwei Textstellen im Koran sprechen vom „AbmĂŒhen um Gottes Willen“: Sure 29, Vers 69:

„Diejenigen aber, die sich um unseretwillen abmĂŒhen (
), werden wir unsere Wege fĂŒhren. Gott ist mit denen, die fromm sind.“

–

Übersetzung nach Paret


 sowie Sure 22, Vers 77–78:

„Ihr GlĂ€ubigen! Verneigt euch (beim Gottesdienst), werft euch (in Anbetung) nieder, dienet eurem Herrn und tut Gutes! Vielleicht wird es euch (dann) wohl ergehen. Und mĂŒht euch um Gottes willen ab, wie es sich gehört! (
)“

–

Übersetzung nach Paret

Diese Verse können als Aufforderung zur BemĂŒhung, um sich „den bösen GelĂŒsten und VerfĂŒhrungen entgegenzustemmen“cite-ref-49[49] interpretiert werden.cite-ref-50[50] Die klassische Koranexegese hat sie allerdings auf KriegsfĂŒhrung bezogen.

Ob der Koran Krieg nur zum Zweck der Verteidigung sanktioniert oder einen allgemeinen Kampf gegen AndersglÀubige vorsieht ist unklar und obliegt der Exegese,cite-ref-51[51] da die Absichten und Ziele des Dschihad aus dem Koran nicht eindeutig hervorgehen. Die darin enthaltenen Kriegsverordnungen haben eher den Charakter der Werbung von KÀmpfern und behandeln keine kriegsethischen Fragen.cite-ref-52[52]cite-ref-53[53]

Dschihad in der Hadith-Literatur

Neben dem Koran behandeln auch die maßgeblichen Hadithsammlungen den Dschihad, die jeweils ein ganzes Kapitel zu diesem Thema enthalten. Darin enthaltene, auf Mohammed zurĂŒckgefĂŒhrte Überlieferungen behandeln unter anderem die VorzĂŒge des Kampfes auf dem Wege Gottes, die jenseitige Belohnung derjenigen, die sich an diesem Kampf beteiligen und vor allem derjenigen, die bei diesem Kampf ums Leben kommen.cite-ref-54[54]

So wird in der kanonischen Hadithsammlung Bucharis folgender dem Propheten zugeschriebener Ausspruch im Kapitel ĂŒber den Einsatz fĂŒr die Sache Gottes verzeichnet:cite-ref-55[55]

„Ein Mann kam zum Gesandten Gottes [
] und sagte: ‚Nenn mir ein Werk, das dem Einsatz fĂŒr die Sache Gottes hinsichtlich des Lohnes, den wir von Gott dafĂŒr zu erwarten haben, gleichkommt!‘ Der Prophet [
] erwiderte: ‚Ich kenne kein solches Werk! Oder bist du etwa in der Lage, wĂ€hrend der Zeit, da der GlaubenskĂ€mpfer fĂŒr die Sache Gottes streitet, in der Moschee im Gebet zu verweilen, ohne zu ermĂŒden, und gleichzeitig zu fasten, ohne es zu brechen?‘ Der Mann sagte: ‚Nein. Wer wĂ€re dazu schon in der Lage!‘“

In der Aussage diesem Hadith Ă€hnlich wird folgender Ausspruch auf den Propheten zurĂŒckgefĂŒhrt:cite-ref-56[56]

„Niemand im Paradies möchte wieder zurĂŒckkehren, mit Ausnahme des MĂ€rtyrers, der im Kampf fĂŒr die Sache Gottes gefallen ist. Er möchte auf die Erde zurĂŒckkehren, um noch zehnmal getötet zu werden, nach all den Ehrenbezeigungen, die ihm im Paradies zuteil wurden.“

Hier verbindet sich die Lehre vom Dschihad, dem bewaffneten Kampf, mit dem Gedanken des Martyriums. Das islamische Schrifttum ist in und außerhalb der kanonischen Hadithsammlungen des 9. Jahrhunderts reich an Werken ĂŒber den Dschihad und ĂŒber die VorzĂŒge desselben als religiöse Pflicht.cite-ref-57[57]

Entsprechende Traditionen behandeln auch kriegsrechtliche Fragen, wie die Behandlung von Gefangenen oder das Verbot, Frauen und Kinder zu töten.cite-ref-58[58]

Dschihad im klassischen islamischen Recht

Im Zuge der Entwicklung des islamischen Rechts in den ersten Jahrhunderten nach dem Tode des Propheten haben muslimische Rechtsgelehrte die Doktrin des Dschihad ausgearbeitet. Fast alle klassischen islamischen RechtsbĂŒcher enthalten deshalb auch ein eigenes Kapitel zum Dschihad. Zu den mittelalterlichen juristischen Autoren, deren Dschihad-Kapitel bereits in europĂ€ischen Übersetzungen vorliegen, gehören Ibn AbÄ« Zaid al-QairawānÄ«cite-ref-59[59] (gest. 996), Ibn TĆ«martcite-ref-60[60] (gest. 1130), Averroes (gest. 1198)cite-ref-61[61] und Ibn TaimÄ«ya (gest. 1328).cite-ref-62[62] Das Kapitel zum Dschihad in dem Rechtshandbuch al-Muqaddimāt al-mumahhadāt des andalusischen Gelehrten Ibn Ruschd al-Dschadd (gest. 1126) ist von Janina Safran ausgewertet worden.cite-ref-63[63]

Definitionen und Ziele des Dschihad

Die gĂ€ngige sprachtechnische Definition des Dschihadbegriffs in den jeweiligen Rechtswerken ist „sich so sehr anzustrengen, wie es einem möglich ist“, wĂ€hrend man die Dschihadpflicht im rechtlichen Sinne als Kampf gegen die UnglĂ€ubigen verstanden hat.cite-ref-64[64] Von der großen Mehrheit der klassischen muslimischen Theologen, Juristen und Traditionarier wurde der Dschihadbegriff im militĂ€rischen Sinne verstanden.cite-ref-lewis125-65-0[65] Ausnahmen bildeten einzelne Theologen schiitischer Zugehörigkeit, die zwischen einem grĂ¶ĂŸeren Dschihad als innerseelischem Kampf und einem kleineren Dschihad im eben beschriebenen Sinne unterschieden. (Siehe dazu den Absatz NichtmilitĂ€rische Auslegungen des Dschihadbegriffs)

In der islamischen Rechtsprechung stellt der Dschihad die einzig zulĂ€ssige Form eines Krieges gegen Nichtmuslime dar.cite-ref-66[66] Neben dem Kampf gegen die UnglĂ€ubigen ist ein Krieg gegen vom Islam Abgefallene, AufrĂŒhrer und FahnenflĂŒchtige sowie StraßenrĂ€uber legitim.cite-ref-67[67] Als Dschihad im Sinne einer religiösen Pflicht gilt nur der Krieg gegen Nichtmuslime und Apostaten.cite-ref-68[68] Mit den juristischen Fragen der KriegsfĂŒhrung beschĂ€ftigt sich ein eigenstĂ€ndiger Zweig der islamischen Rechtsprechung, die Siyar-Literatur, das islamische Völkerrecht.

Als unmittelbare Ziele des Dschihad galten die StĂ€rkung der islamischen Religion, der Schutz der Muslime und die Beseitigung des Unglaubens auf der Welt mit dem Ziel einer islamischen Vormachtstellung auf dem gesamten Globus.cite-ref-69[69] Als Grundlage dafĂŒr dienten Koranverse wie der Folgende:

„Er ist es, der seinen Gesandten mit der Rechtleitung und der wahren Religion geschickt hat, um ihr zum Sieg zu verhelfen ĂŒber alles, was es (sonst) an Religion gibt – auch wenn es den Heiden (d. h. denen, die (dem einen Gott andere Götter) beigesellen) zuwider ist.“

–

9:33 nach Paret; vgl. 2:193

Eine Zwangsbekehrung oder Vernichtung der Nichtmuslime war hingegen nicht vorgesehen.cite-ref-noth31-70-0[70]

Unter den Nichtmuslimen sind die Polytheisten zu bekĂ€mpfen, bis sie den Islam annehmen; die Schriftbesitzer haben neben der Möglichkeit zur Konversion auch das Recht, mit dem muslimischen Herrscher einen Dhimma-Vertrag zu schließen. Letzteres war ursprĂŒnglich nur Juden, Christen und SabĂ€ern vorbestimmt. Im Laufe der islamischen Expansion hat man indes das Angebot der Dhimma auch auf andere Religionsgemeinschaften, wie beispielsweise die Zoroastrier oder die Hindus, ausgeweitet, so dass letzten Endes alle Nichtmuslime schlechthin dazu befĂ€higt waren, einen Dhimma-Vertrag mit den muslimischen Eroberern zu schließen.cite-ref-71[71]

Die schiitische Dschihadlehre unterschied sich von der gĂ€ngigen sunnitischen hauptsĂ€chlich dadurch, dass nach schiitischem VerstĂ€ndnis nur der verborgene Imam dazu befĂ€higt ist, einen Dschihad zur Ausweitung des islamischen Machtbereichs zu fĂŒhren; eine Verteidigung vor feindlichen Angriffen war zwar erlaubt, ist aber kein Dschihad in solchem Sinne. Anderweitig bestanden dahingehend keine grĂ¶ĂŸeren Diskrepanzen.cite-ref-72[72]

Aufgrund der Meinungsvielfalt unter den Gelehrten ist es nicht möglich, von einer einheitlichen klassischen Dschihadlehre zu sprechen.cite-ref-73[73] Die entsprechenden Angaben in diesem Artikel stellen lediglich Grundlagen der KriegsfĂŒhrung dar, die unter den Rechtsschulen allgemein als solche anerkannt waren.

Dar al-Islam und Dar al-Harb

Von grundlegender Bedeutung fĂŒr das klassisch-islamische VölkerrechtsverstĂ€ndnis ist die Einteilung der Welt in ein Haus des Islam (Dār al-Islām) und ein Haus des Krieges (Dār al-Harb).cite-ref-74[74] WĂ€hrend ersteres alle Gebiete unter islamischer Herrschaft bezeichnet, gilt jedes Land außerhalb des islamischen Herrschaftsbereichs als zum Haus des Krieges zugehörig. Es gilt als Pflicht der islamischen Gemeinschaft, möglichst große Teile des Dar al-Harb auf militĂ€rischem Wege dem Dar al-Islam einzuverleiben.

Es ist zu betonen, dass einer anderen, ebenfalls bereits im theologischen Diskurs des Mittelalters beispielsweise von An-Nawawi und al-MāwardÄ« vertretenencite-ref-75[75] Ansicht zufolge eine Gegend bereits dann als Dār al-Islām gilt, wenn Muslimen in ihr die freie AusĂŒbung ihrer Religion möglich ist.cite-ref-76[76] Dies gilt dieser Ansicht zufolge ausdrĂŒcklich auch dann, wenn das fragliche Gebiet nicht unter muslimischer Herrschaft steht.cite-ref-77[77]

Die schafiitische Rechtsschule nennt noch eine weitere Kategorie: Das Haus des Vertrags (Dar al-Ahd).cite-ref-78[78] Als solches gelten Gebiete, deren nichtmuslimische Bewohner ein Waffenstillstandsabkommen mit den Muslimen unter der Bedingung geschlossen haben, dass sie ihre Gebiete behalten und stattdessen jĂ€hrlich einen bestimmten Geldbetrag oder eine bestimmte Anzahl an GĂŒtern zahlen wĂŒrden.

Als einzige der vier sunnitischen Rechtsschulen legt die hanafitische fest, unter welchen UmstĂ€nden ein zum Haus des Krieges zugehöriges Gebiet zum Haus des Islam zugehörig wird und umgekehrt. Zum Haus des Islam wird nach allgemein anerkannten Regelungen ein Gebiet, wenn es sich unter islamischer Herrschaft befindet und das islamische Recht, die Scharia, dort angewandt wird. In Bezug darauf, wann ein zuvor dem Haus des Islam zugehöriges Gebiet als Teil des Hauses des Krieges zu gelten hat, hat der muslimische Rechtsgelehrte Abu Hanifa, auf den die Schule der Hanafiten zurĂŒckgeht und dessen diesbezĂŒgliche Meinung in der hanafitischen Rechtsschule dominiert, folgende Bedingungen festgesetzt:

1. Das Recht der UnglÀubigen wird angewandt, islamische Gesetze verlieren ihre Geltung;
2. Das jeweilige Gebiet grenzt an das Haus des Krieges;
3. Die ursprĂŒngliche Schutzgarantie fĂŒr Leben und Besitz der Muslime und Dhimmis wird aufgehoben, ungeachtet der Tatsache, ob der neue Herrscher ihnen Schutz gewĂ€hrt oder nicht.

Diese Bedingungen können erfĂŒllt werden, wenn ein Teil des Hauses des Islam erobert wird oder eine Gruppe von Dhimmis ihren Vertrag mit den Muslimen aufkĂŒndigt.cite-ref-79[79]

Der Dschihad als religiöse Pflicht

Die militĂ€rische Expansion des Dar al-Islam ist eine kollektive Pflicht der islamischen Gemeinschaft, d. h., dass, sofern eine ausreichende Anzahl an Truppen bereitsteht, der Rest aller Muslime von dieser Pflicht befreit ist.cite-ref-80[80] Sofern sich niemand am Dschihad beteiligt, sĂŒndigt die gesamte islamische Gemeinschaft.cite-ref-81[81] Der jeweilige muslimische Herrscher hat die Pflicht, mindestens einmal im Jahr den Dar al-Harb anzugreifen.cite-ref-ei1-12-1[12] Sofern dies aus irgendeinem Grund vorerst nicht möglich sein sollte, ist es ihm erlaubt, dieses jĂ€hrliche Unternehmen zu verschieben. (Vgl. Absatz unten: Hudna)

Zu einer individuellen Pflicht wird der Dschihad im Verteidigungsfall, wobei jede wehrfÀhige Person im angegriffenen Gebiet zu kÀmpfen hat. Sofern ihre militÀrische StÀrke nicht ausreichen sollte, gilt diese Pflicht auch den jeweiligen benachbarten Gebieten.cite-ref-82[82] Des Weiteren wird der Kampf zur individuellen Pflicht der jeweiligen Personen, wenn der Kalif sie zum Kriegsdienst bestimmt oder sie einen Schwur leisten, am Dschihad teilzunehmen.cite-ref-83[83]

Ausgeschlossen vom Kriegsdienst sind unter anderem Frauen, Kinder, Sklaven, körperlich oder geistig Behinderte sowie Personen, die aus materiellen GrĂŒnden nicht teilnehmen können. Als BegrĂŒndung fĂŒr diese Ausnahmebedingungen zitieren die jeweiligen Rechtsgelehrten entsprechende Koranverse beziehungsweise Überlieferungen von AussprĂŒchen, die dem Propheten zugeschrieben werden.cite-ref-84[84]

Rechtliche Bestimmungen in der KriegsfĂŒhrung

Das islamische Völkerrecht sah vor, dass dem Kampf gegen die nichtmuslimischen Feinde die Aufforderung an diese, den Islam anzunehmen oder – im Falle von Schriftbesitzern – im Gegenzug zur Zahlung der Dschizya in ihrer Religion zu verbleiben (siehe Dhimma), vorausging.cite-ref-85[85] Eine Grundlage hierfĂŒr bildete Sure 17, Vers 15, wo es heißt:

„
 Und wir hĂ€tten nie (ĂŒber ein Volk) eine Strafe verhĂ€ngt, ohne vorher einen Gesandten (zu ihm) geschickt zu haben.“

–

Übersetzung nach Paret

Diese Aufforderung vor der Kampfhandlung war zudem Sunna des Propheten als auch seiner unmittelbaren Nachfolger.cite-ref-86[86]

Die klassische islamische Völkerrechtslehre verbot zudem – auch auf Basis von Koranversen beziehungsweise ProphetensprĂŒchen – bestimmte Taten wĂ€hrend der Kampfhandlungen, darunter die Tötung von Nichtkombattanten wie Frauen, Kindern oder Mönchen (sofern sie sich nicht am Kampf beteiligen), die VerstĂŒmmelung sowohl menschlicher als auch tierischer Leichen, Vertragsbruch, die unnötige Zerstörung fremden Guts sowie die Tötung von Geiseln.cite-ref-87[87]

In den entsprechenden Rechtswerken werden neben diesen auch andere kriegstechnische Fragen behandelt, wie zum Beispiel die Behandlung von Kriegsgefangenen oder die Verteilung von Beute.

Schließung von FriedensvertrĂ€gen

Die historischen VertrĂ€ge zwischen den muslimischen Eroberern und den Bevölkerungen der jeweiligen Gebiete sind in den Geschichtswerken, bei at-Tabari und al-Baladhuri – um hier nur die frĂŒhesten Kompilationen zu nennen –, ĂŒberliefert und in der Forschung mehrfach erörtert worden.cite-ref-88[88] Im Allgemeinen verzeichnen diese VertrĂ€ge die Sicherheitsgarantie fĂŒr Leben und Besitz, die GewĂ€hrung freien Abzugs fĂŒr diejenigen, die nicht unter islamischer Herrschaft leben wollen, aber auch die Verpflichtung, Kirchen und Befestigungsanlagen nicht zu zerstören.cite-ref-89[89] (Siehe auch: Dhimma)

Hudna

→

Hauptartikel

:

Hudna

Das klassisch-islamische Recht sah den Kriegszustand als den gewöhnlichen Zustand der Beziehungen zwischen dem Dār al-Islām und dem Dār al-Harb an. Ein zeitlich unbegrenztes Friedensabkommen mit Letzterem sah es nicht vor.cite-ref-90[90] FĂŒr einen bestimmten Zeitraum konnte der Kriegszustand durch einen Waffenstillstand, eine sogenannte hudna, eingestellt werden. Die Dauer solcher VertrĂ€ge ist in den Rechtsschulen nicht einstimmig festgelegt. Von den Hanafiten abgesehen darf nach jeder Rechtsschule ein solcher Vertrag nur temporĂ€re Geltung besitzen.cite-ref-91[91]

Ausschlaggebend fĂŒr das Konzept der hudna ist unter anderem Sure 9, Vers 1, in der „eine bindende Abmachung“ mit den Heiden erwĂ€hnt wird 
:cite-ref-92[92]

„Eine AufkĂŒndigung (
) von seiten Gottes und seines Gesandten (gerichtet) an diejenigen von den Heiden (
), mit denen ihr eine bindende Abmachung eingegangen habt (
)“

–

Übersetzung nach Paret


 sowie Sure 8, Vers 61:cite-ref-93[93]

„Und wenn sie (d. h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“

–

Übersetzung nach Paret

Ferner war der 628 geschlossene Vertrag Mohammeds mit den Mekkanern bei al-Hudaibiya, bei dem ein zwei-, nach anderen Quellen ein zehnjÀhriges Waffenstillstandsabkommen abgeschlossen wurde, von entsprechender Bedeutung.

Aman

→

Hauptartikel

:

Musta'min

Einem außerhalb des islamischen Herrschaftsbereichs lebenden Nichtmuslim ist es möglich, durch einen sogenannten aman, eine SchutzerklĂ€rung eines Muslims, als Musta'min auf islamischem Gebiet ohne jegliche Steuerverpflichtungen zu verweilen, solange er dort keine permanente Residenz begrĂŒndet.cite-ref-94[94] Als rechtliche Grundlage dient hierfĂŒr Sure 9, Vers 6:

„Und wenn einer von den Heiden dich um Schutz angeht, dann gewĂ€hre ihm Schutz, damit er das Wort Gottes hören kann! Hierauf laß ihn (unbehelligt) dahin gelangen, wo er in Sicherheit ist! Dies (sei ihnen zugestanden), weil es Leute sind, die nicht Bescheid wissen.“

–

Übersetzung nach Paret; vgl. 16:112

Dschihad und Glaubensfreiheit

Dem Angriff gegen den nichtmuslimischen Feind ging das Angebot voraus, zum Islam ĂŒberzutreten oder einen Dhimma-Vertrag zu schließen. Eine Zwangsbekehrung zum Islam sieht die Dschihadlehre nicht als Zweck des Kampfes an.cite-ref-noth31-70-1[70] Die in Sure 2, Vers 256 formulierte Norm „In der Religion gibt es keinen Zwang“, die einigen klassischen Korankommentaren zufolge durch spĂ€tere Koranverse wie den Schwertvers abrogiert worden ist,cite-ref-95[95] und die Dschihad-Theorie vom bewaffneten Kampf gegen UnglĂ€ubige schließen sich gegenseitig nicht zwangslĂ€ufig aus, da den Nichtmuslimen Religionsfreiheit nach ihrer Niederlage gewĂ€hrt werden konnte.cite-ref-96[96] Klassische Korankommentatoren, die den Vers nicht als abrogiert ansahen, tendierten dazu, zu argumentieren, dass sich der Vers nur auf die Schriftbesitzer beziehe, denen die Möglichkeit offenstand, als Dhimmis unter muslimischer AutoritĂ€t zu leben, ohne zum Islam zu konvertieren.cite-ref-friedmann103-97-0[97]

Der Dschihad zwecks Konversion beschrĂ€nkte sich lediglich auf die frĂŒhislamische Zeit, auf die Unterwerfung der arabischen StĂ€mme zur Zeit Mohammeds und kurz nach seinem Tode. Diese Auffassung im klassischen islamischen Recht war zwar nicht unumstritten, jedoch wird sie in der Moderne im Allgemeinen als geltende Norm akzeptiert.cite-ref-98[98]

Der tunesische Gelehrte und Koranexeget Tahir ibn ĀschĆ«r (1879–1970) harmonisiert den Inhalt der Sure 2:256 und die religiöse Pflicht des Dschihad wie folgt: Der Vers sei zur Zeit nach der Eroberung Mekkas 630 n. Chr. offenbart worden und abrogiere alle Verse und ProphetensprĂŒche, denen zufolge das Kriegsziel die Konversion der BekĂ€mpften sei. Seit der Offenbarung dieses Verses habe sich das Kriegsziel dahingehend geĂ€ndert, dass es nicht mehr die Konversion, sondern die Unterwerfung der BekĂ€mpften und ihre Akzeptanz islamischer Dominanz ist. Einen Ă€hnlichen Standpunkt vertrat der syrische Gelehrte al-QāsimÄ« (1866–1914).cite-ref-friedmann103-97-1[97]

NichtmilitÀrische Auslegungen des Dschihadbegriffs

WĂ€hrend sowohl Koran als auch Sunna sowie die Mehrheit der klassischen Gelehrten unter Dschihad primĂ€r bzw. ausschließlich eine militĂ€rische BetĂ€tigung verstanden, entstanden im Verlauf ihrer Entwicklung auch nichtmilitĂ€rische Auslegungen der Dschihadlehre. Dies geschah insbesondere im Zuge tiefgreifender politischer VerĂ€nderungen wie der Kolonialisierung großer Teile der islamischen Welt, der Aufhebung des Kalifats und der Entwicklungen der Moderne.

Einzelne schiitische Theologen der klassischen Zeit unterschieden zwischen dem sogenannten grĂ¶ĂŸeren Dschihad im Sinne eines spirituellen Kampfes gegen innere GelĂŒste und dem kleineren Dschihad im Sinne einer militĂ€rischen Konfrontation gegen einen Ă€ußeren Feind.cite-ref-lewis125-65-1[65] Dem entspricht die Betonung nichtmilitĂ€rischer Aspekte der Dschihadpflicht vieler gegenwĂ€rtiger muslimischer Autoren, als auch muslimischer Asketen und Mystiker.cite-ref-99[99]

Postklassische Juristen haben den Begriff in vier Arten unterteilt:cite-ref-100[100]

‱ Den Dschihad des Herzens (dschihad bi l-qalb) als innerer, spiritueller Kampf gegen Untugend, VerfĂŒhrung zu moralisch verwerflichen Taten und Ignoranz.
‱ Den verbalen Dschihad (dschihad bi l-lisan) durch das stĂ€ndige Sprechen der Wahrheit und die Verbreitung des Islams auf friedlichem Wege. Hierzu gehört auch das öffentliche Sprechen der Wahrheit (haqq) unter einem ungerechten Herrscher.cite-ref-101[101]
‱ Den Dschihad durch Taten, d. i. durch richtiges moralisches Verhalten (dschihad bi l-yad): Das Rechte gebieten und das Verwerfliche verbieten.
‱ Den Dschihad des Schwertes, als militĂ€rischer Kampf auf dem Wege Gottes.

Mit diesem VerstĂ€ndnis richtet sich der Dschihad gegen das eigene Ich, gegen die „Triebseele“ (an-nafs al-ammāra bi 'l-sĆ«ÊŸ). Die Durchsetzung der Anweisung, das Rechte zu gebieten und das Verwerfliche zu verbieten, geschieht „mit der Zunge, mit der Hand und mit dem Schwert, je nachdem, wozu man imstande ist“.cite-ref-102[102] Die Asketen sehen im Kampf gegen sich selbst (mudschahadat an-nafs) das höchste Ideal.cite-ref-103[103]

Ein bekanntes Beispiel fĂŒr derartige Auslegungen aus der Moderne war PrĂ€sident Habib Bourguibas VerkĂŒndung, dass der Kampf gegen die ökonomische Dekadenz Tunesiens als Dschihad anzusehen war. Da ein Mudschahed, ein sich am Dschihad Beteiligender, von der Pflicht im Ramadan zu fasten befreit war, argumentierte Bourguiba, dass das Fasten im Ramadan deshalb auch fĂŒr Arbeitende – die dadurch ebenfalls als GlaubenskĂ€mpfer anzusehen waren – keine Pflicht sei. Auf diese Weise hat er versucht, die alljĂ€hrliche wirtschaftliche Stagnation in diesem Monat zu beseitigen. Seine diesbezĂŒgliche Ansicht wurde im Nachhinein auch von Teilen der islamischen Gelehrsamkeit ĂŒbernommen.cite-ref-104[104]

Legitimation des Terrors mit dem Dschihadkonzept

Im Ersten Weltkrieg richtete Max Freiherr von Oppenheim eine Denkschrift betreffend Die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde an Kaiser Wilhelm II.cite-ref-105[105] Der Aufruf zum Dschihad durch Mehmed V. erfolgte am 11. November 1914.cite-ref-106[106]

Bei allen islamistisch motivierten TerroranschlĂ€gen der Vergangenheit rechtfertigten die AttentĂ€ter ihr Handeln mit dem Verweis auf das Dschihadkonzept. Mehrere islamistische Organisationen fĂŒhren das Wort Dschihad in ihrem Namen, wie zum Beispiel Islamischer Dschihad und Al-Dschihad. Die ideologische Grundlage fĂŒr die Mitwirkung am islamistischen Terrorismus liefern die Schriften des mittelalterlichen Gelehrten Ibn TaimÄ«ya, vor allem aber des Theoretikers der Ă€gyptischen Muslimbruderschaft Sayyid Qutb, dessen BĂŒcher „Zeichen auf dem Weg“ und „Im Schatten des Korans“ nach seiner Hinrichtung 1966 in der arabischen Welt massenhaft verbreitet wurden.

SelbstmordattentĂ€ter werden dabei als SchahÄ«d (MĂ€rtyrertum im Islam) bezeichnet, denen ein Platz im Paradies sicher ist. An sich gilt Suizid im Islam als SĂŒnde, die im Jenseits mit der endlosen Wiederholung des Moments des Todes bestraft wird.cite-ref-107[107]

Der Internationale Islamische Gelehrtenrat, der nach den TerroranschlĂ€gen am 11. September 2001 Stellung zu islamistisch-extremistisch motivierter Gewalt bezog, verurteilte in dem Manifest von Mekka „Extremismus, Gewalt und Terrorismus“, beteuerte, dass diese „nicht im Geringsten zum Islam gehören“ und hielt fest: „Dschihad ist kein Terrorismus.“

Infolge AnschlÀgen solcher Art ist es insbesondere in der westlichen Welt zu einer wachsenden Islamkritik wie auch Islamfeindlichkeit gekommen.

Siehe auch

‱ El Dschihad (Propagandazeitung im Ersten Weltkrieg)

Literatur

zum Dschihadkonzept selbst

‱ RĂŒdiger Lohlker: Dschihadismus: Materialien (= Islamica; Utb-studi-e-book; UTB, 3132). E-Book, 1. Auflage, UTB, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-8252-3132-3.
‱ Mathias von Bredow: Der Heilige Krieg (ǧihād) aus der Sicht der mālikitischen Rechtsschule. Steiner, Stuttgart 1994, ISBN 3-515-06557-1.
‱ Ella Landau-Tasseron: Is Jihād comparable to just war? A review article in Jerusalem Studies in Arabic and Islam. Band 34, 2008, S. 535–550.
‱ Reuven Firestone: Jihād. In: Andrew Rippin (Hrsg.): The Blackwell Companion to the Qur’an. Blackwell Publications, Malden MAS 2006, ISBN 978-1-4051-1752-4, S. 308–320.
‱ Peter Heine: Terror in Allahs Namen. Extremistische KrĂ€fte im Islam. Herder, Freiburg 2001, ISBN 3-451-05240-7, S. 17–30 (DschihĂąd).
‱ Reuven Firestone: Jihād: The Origin of Holy War in Islam. Oxford University Press, New York 1999, ISBN 978-0-19-512580-1. (Voransicht auf Google Books).
‱ Patrick Franke: RĂŒckkehr des Heiligen Krieges? Dschihad-Theorien im modernen Islam in AndrĂ© Stanisavljevic und Ralf Zwengel (Hrsg.): Religion und Gewalt. Der Islam nach dem 11. September. Mostar Friedensprojekt e. V., Potsdam 2002, ISBN 978-3-00-009936-6, S. 47–68.
‱ Paul L. Heck: Jihad Revisited. In: Journal of Religious Ethics. Nr. 32, 2004, S. 95–128, doi:10.1111/j.0384-9694.2004.00156.x.
‱ Alfred Morabia: Le Gihad dans l’Islam mĂ©diĂ©val. Le „combat sacrĂ©â€œ des origines au XIIe siĂšcle. Éditions Albin Michel, Paris 1993. (Voransicht auf Google Books)
‱ Rudolph Peters: Islam and colonialism: the doctrine of Jihad in modern history (= Religion and society. Band 20; Zugleich Dissertation, Amsterdam 1979). Mouton, 's-Gravenhage 1980, ISBN 978-90-279-3347-8. (Voransicht auf Google Books).
‱ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam: a reader. Markus Wiener, Princeton 1996, ISBN 978-1-55876-109-4.
‱ Oskar Rescher: BeitrĂ€ge zur DschihĂąd-Literatur. Heft II: Die DschihĂąd-Traditionen aus dem Kenz el-ummĂąl. Stuttgart 1920.
‱ Oskar Rescher: Das Kapitel ĂŒber den DschihĂąd aus Ibn TĂ»mert’s KitĂąb. Aus dem Arabischen ĂŒbersetzt (= BeitrĂ€ge zur DschihĂąd-Literatur. Heft 3). W. Heppeler, Stuttgart 1921.
‱ Emile Tyan: Art. „Djihād“ In The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Band II, S. 538a–540a.
‱ Ruth Wechsel, Muáž„ammad ibn Ê»Abd Allāh Ibn AbÄ« Zamanayn: Das Buch Qidwat al-ĥāzÄ«. Ein Beitrag zur Geschichte der ǧihād-Literatur. AmtseinfĂŒhrungs-Dissertation, UniversitĂ€t Bonn, Bonn 1970.

zu angrenzenden Fragen

‱ RĂŒdiger Lohlker: Theologie der Gewalt: Das Beispiel IS. Facultas, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-8252-4648-8.
‱ Elhakam Sukhni: Das gezielte Töten von Zivilisten und Nichtkombattanten im salafitisch-ǧihādistischen Diskurs. In: Rauf Ceylan, Benjamin Jokisch (Hrsg.): Salafismus in Deutschland. Entstehung, Radikalisierung und PrĂ€vention. Frankfurt a. M. 2014.
‱ Muhammad Hamidullah: The Muslim Conduct of State: being a treatise on siyar, that is Islamic notion of public international law, consisting of the laws of peace, war and neutrality, together with precedents from orthodox practice and preceded by a historical and general introduction. Ashraf Printing Press, Lahore 1987, S. 159–280 (Voransicht auf Google Books)
‱ Majid Khadduri: War and Peace in the Law of Islam. Lawbook Exchange, Clark NJ 2007, ISBN 978-1-58477-695-6, S. 51–140 (Voransicht auf Google Books).
‱ Albrecht Noth: Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum (= Bonner historische Forschungen. Band 28). Röhrscheid, Bonn 1966.
‱ Adel ThĂ©odore Khoury: Was sagt der Koran zum Heiligen Krieg? (=GĂŒtersloher TaschenbĂŒcher/Siebenstern. Band 789). GĂŒtersloher Verlagshaus, GĂŒtersloh 2007, ISBN 978-3-579-00789-2.
‱ Albrecht Noth: Glaubenskriege des Islam im Mittelalter. In: Herrmann (Hrsg.): Glaubenskriege in Vergangenheit und Gegenwart. Referate, gehalten auf dem Symposium der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften, Hamburg, am 28. und 29. Oktober 1994 (= Veröffentlichung der Joachim-Jungius-Gesellschaft der Wissenschaften Hamburg. Nr. 83). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1996, ISBN 978-3-525-86272-8, S. 109–122.
‱ Fred M. Donner: The Sources of Islamic Conceptions of War. In: John Kelsay und James Turner Johnson (Hrsg.): Just War and Jihad: Historical and Theoretical Perspectives on War and Peace in Western and Islamic Traditions. Greenwood Press, New York 1991, ISBN 978-0-313-27347-6, S. 31–70.
‱ John Kelsay: Arguing the Just War in Islam. Harvard University Press, Cambridge MAS 2007, ISBN 978-0-674-02639-1. (Voransicht auf Google Books)
‱ William Montgomery Watt: Islamic Conceptions of the Holy War. In: Thomas Patrick Murphy: The Holy War. Ohio State University Press, Columbus 1974, ISBN 978-0-8142-0245-6, S. 141–156. (Online verfĂŒgbar).

Weblinks

Wiktionary: Dschihad

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

PrimÀrliteratur

‱ Muhammad al-Arifi: Fatwa zu der Frage, ob der Kampf (arab. Jihad) fĂŒr Muslime in unserer Zeit Pflicht ist. In: Institut fĂŒr Islamfragen, 22. Februar 2014

SekundÀrliteratur

‱ Elhakam Sukhni: Kampf und Frieden im Islam. In: W&F – Wissenschaft und Frieden, Ausgabe 3/2016
‱ Patricia Crone: „Jihad“: idea and history. Open Democracy 2007 (populĂ€rwissenschaftlicher Essay)

Einzelnachweise und andere Anmerkungen

cite-note-11. ↑ Patrick Franke: RĂŒckkehr des Heiligen Krieges? Dschihad-Theorien im modernen Islam. In: AndrĂ© Stanisavljevic und Ralf Zwengel (Hrsg.): Religion und Gewalt. Der Islam nach dem 11. September. Mostar Friedensprojekt e. V., 2002. S. 47; Vgl. Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishers, 2005. S. 1 sowie Bernard Lewis: Die politische Sprache des Islam. Rotbuch Verlag, 1991. S. 124.
cite-note-22. ↑ The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill, Leiden. Band 2, S. 538 („Djihad“). Auch im Deutschen bezeichnete das Wort „Krieg“ zunĂ€chst nur „Anstrengung“, „HartnĂ€ckigkeit“. Siehe Großer Duden Band 4, 1978, S. 1583.
cite-note-blan-33. ↑ Bernard Lewis: Die politische Sprache des Islam. Rotbuch Verlag, 1991, S. 124 f. Vgl. Albrecht Noth: Der Dschihad: sich mĂŒhen fĂŒr Gott. In: Gernot Rotter (Hrsg.): Die Welten des Islam: neunundzwanzig VorschlĂ€ge, das Unvertraute zu verstehen. Fischer Taschenbuch Verlag, 1993, S. 23 f.
cite-note-44. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishing, 2005. S. 2; Vgl. Fred M. Donner: The Sources of Islamic Conceptions of War. In: John Kelsay und James Turner Johnson (Hrsg.): Just War and Jihad: Historical and Theoretical Perspectives on War and Peace in Western and Islamic Traditions. Greenwood Press, 1991, S. 47.
cite-note-55. ↑ Mathias Rohe: Das islamische Recht. Geschichte und Gegenwart. Beck, 2011 (S. 149).
cite-note-66. ↑ Albrecht Noth: Der Dschihad: sich mĂŒhen fĂŒr Gott. In: Gernot Rotter (Hrsg.): Die Welten des Islam: neunundzwanzig VorschlĂ€ge, das Unvertraute zu verstehen. Fischer Taschenbuch Verlag, 1993, S. 27.
cite-note-kwh-77. ↑ Klaus Kreiser, Werner Diem, Hans Georg Majer (Hrsg.): Lexikon der islamischen Welt. Kohlhammer, 1974. Band 2, S. 27 f., s. v. „Heiliger Krieg.“; Vgl. The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill, Leiden. Band 2, S. 538 („Djihad“): „In law, according to general doctrine and in historical tradition, the djihād consists of military action with the object of the expansion of Islam and, if need be, of its defence.“
cite-note-88. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishers, 2005. S. 125; Vgl. ders.: Jihad in Medieval and Modern Islam. Brill, 1977 (S. 5).
cite-note-99. ↑ Fred M. Donner: The Sources of Islamic Conceptions of War. In: John Kelsay und James Turner Johnson (Hrsg.): Just War and Jihad: Historical and Theoretical Perspectives on War and Peace in Western and Islamic Traditions. Greenwood Press, 1991. S. 65, Anmerkung 75.
cite-note-johnesposito-1010. ↑ John Esposito: Islam: The Straight Path. Oxford University Press, 2005, S. 93.
cite-note-1111. ↑ Raif Georges Khoury: Der Islam – Religion, Kultur, Geschichte. BI-Taschenbuchverlag, Mannheim 1993, S. 29.
cite-note-ei1-1212. ↑ E. J. Brill’s First Encyclopaedia of Islam, 1913–1936. Brill, 1993. Band II, S. 1042, s. v. „Djihād.“
cite-note-1313. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979, S. 13.
cite-note-1414. ↑ Etan Kohlberg: The Development of the ImāmÄ« ShÄ«ÊżÄ« Doctrine of jihād. In: Zeitschrift der Deutschen MorgenlĂ€ndischen Gesellschaft. Band 126, 1976, S. 78–86; Ann Lambton: A Nineteenth Century View of Jihād. In: Studia Islamica. Band 32, 1970, S. 186–192.
cite-note-1515. ↑ Siehe zum Beispiel Stephan Rosiny: Der jihad. Eine Typologie historischer und zeitgenössischer Formen islamisch legitimierter Gewalt, in: Hildegard Piegeler, Inken Prohl und Stefan Rademacher (Hrsg.): Gelebte Religionen (FS Hartmut Zinser), Königshausen und Neumann, WĂŒrzburg 2004, S. 133–150, hier 133, einsehbar bei Google Books. Adel Theodor Khoury: Was sagt der Koran zum Heiligen Krieg? GĂŒtersloh 1991.
cite-note-1616. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979, S. 118.
cite-note-1717. ↑ Nach Patricia Crone: Medieval Islamic Political Thought. Edinburgh University Press, 2005 (S. 363).
cite-note-1818. ↑ Siehe zum Beispiel: Francis E. Peters: The Monotheists: The peoples of God. Princeton University Press, 2003. S. 269: „
 the Muslim notion of holy war (jihad) 
“; W. Montgomery Watt: Islam and the Integration of Society. Routledge, 1998. S. 61: „The idea of the jihad or holy war seems to have developed gradually during the Medinan period.“ Vgl. auch die Titel im Literaturabsatz.
cite-note-1919. ↑ Patricia Crone: Medieval Islamic Political Thought. Edinburgh University Press, 2005. S. 363; siehe z. B.: Albrecht Noth: Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum. Röhrscheid, 1966. S. 22 f.; Rudolph Peters: Jihad in Medieval and Modern Islam. Brill, Leiden 1977, S. 3 f.
cite-note-201. Siehe dazu Khalil Athamina: Badr. In: Encyclopaedia of Islam, THREE. Hrsg.: Kate Fleet, Gudrun KrÀmer, Denis Matringe, John Nawas, Everett Rowson. Brill Online, 2017 sowie dort genannte Quellen. Diese Vorstellung findet auch im Koran ihre ErwÀhnung, darunter in Sure 3:123 f.
cite-note-2121. ↑ Hans-Otto Burschel: Dein Name sei Djehad (Memento des Originals vom 12. September 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/blog.beck.de. Auf: blog.beck.de vom 17. Juli 2009; zuletzt abgerufen am 23. Juni 2017.
cite-note-2222. ↑ Albrecht Noth: Glaubenskriege des Islam im Mittelalter. In: Peter Herrmann: Glaubenskriege in Vergangenheit und Gegenwart. Vandenhoeck & Ruprecht, 1996. S. 113 f.
cite-note-2323. ↑ Muhammad Hamidullah: The Muslim Conduct of State. Ashraf Printing Press, 1987. S. 18 ff.
cite-note-2424. ↑ In 25:52, 22:78, 9:24 sowie 60:1. Siehe Reuven Firestone: Jihād. In: Andrew Rippin (Hrsg.): The Blackwell Companion to the Qur’an. Wiley-Blackwell, 2006. S. 311.
cite-note-2525. ↑ Ursula Spuler-Stegemann: Die 101 wichtigsten Fragen zum Islam. MĂŒnchen, 2007 (S. 125).
cite-note-2626. ↑ Siehe z. B. Sure 2:190 (Übersetzung nach Khoury): „Und kĂ€mpft auf dem Wege Gottes 
“
cite-note-2727. ↑ Siehe z. B. Sure 9:20 (Übersetzung nach Henning): „Diejenigen, welche [
] in Allahs Weg eiferten mit Gut und Blut 
“
cite-note-integration66-2828. ↑ W. Montgomery Watt: Islam and the Integration of Society. Routledge, 1998 (S. 66).
cite-note-2929. ↑ Oder: „
 mit Gut und Blut 
“, gemĂ€ĂŸ der Übersetzung Hennings.
cite-note-wmw143-3030. ↑ W. Montgomery Watt: Islamic Conceptions of the Holy War. In: Thomas P. Murphy: The Holy War. Ohio State University Press, 1974. S. 143 (Memento des Originals vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ohiostatepress.org. Siehe auch Ursula Spuler-Stegemann: Die 101 wichtigsten Fragen zum Islam. MĂŒnchen, 2007 (S. 125).
cite-note-3131. ↑ Rudi Paret: Mohammed und der Koran. Geschichte und VerkĂŒndung des arabischen Propheten. Kohlhammer, 2001. S. 106 f.
cite-note-3232. ↑ Reuven Firestone: Jihād. In: Andrew Rippin (Hrsg.): The Blackwell Companion to the Qur’an. Wiley-Blackwell, 2006, S. 316.
cite-note-3333. ↑ Rudi Paret: Mohammed und der Koran. Geschichte und VerkĂŒndung des arabischen Propheten. Kohlhammer, 2001 (S. 129).
cite-note-3434. ↑ Siehe Reuven Firestone: Jihād. The Origin of Holy War in Islam. Oxford University Press, 1999. S. 53 f. und dortige Quellenangaben.
cite-note-3535. ↑ Adel Theodor Khoury: Was sagt der Koran zum Heiligen Krieg? GĂŒtersloher Verlagshaus, 2007. S. 31 ff.
cite-note-3636. ↑ Albrecht Noth: Der Dschihad: sich mĂŒhen fĂŒr Gott. In: Gernot Rotter (Hrsg.): Die Welten des Islam: neunundzwanzig VorschlĂ€ge, das Unvertraute zu verstehen. Fischer Taschenbuch Verlag, 1993, S. 24.
cite-note-noth15-3737. ↑ Albrecht Noth: Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum. Röhrscheid, 1966, S. 15.
cite-note-3838. ↑ The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill, Leiden. s. v. Muáž„ammad: „The first problem to be tackled was how to procure the necessary means of subsistence for the Emigrants, who for the most part were without resources of their own.“
cite-note-3939. ↑ Aus dem Englischen ĂŒbersetzt von W. Montgomery Watt: Muhammad. Prophet and Statesman. Oxford University Press, 1961. S. 108 f. Englischer Originaltext: „It was this 'religious' character of the jihād which channelled the energies of the Arabs in such a way that in less than a century they had created an empire which stretched from the Atlantic and the Pyrenees in the West to the Oxus and the Punjab in the east. It seems certain that without the conception of the jihād that expansion would not have happened.“ Vgl. W. Montgomery Watt: Islam and the Integration of Society. Routledge, 1998. S. 158 sowie Albrecht Noth: FrĂŒher Islam. In: Ulrich Haarmann (Hrsg.): Geschichte der arabischen Welt. Beck, 1991 (S. 69).
cite-note-4040. ↑ The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Brill, Leiden. Band 7, S. 360 („Muáž„ammad“): „The Helpers had pledged themselves to defend Muhammad only if he were attacked 
“
cite-note-4141. ↑ Zum Beispiel Sure 8, Vers 72 f. sowie Vers 74 f., wo zwischen den Auswanderern als denjenigen, „die glaubten und ausgewandert sind und sich mit ihrem Vermögen und ihrer eigenen Person auf dem Weg Gottes eingesetzt haben“ und den Helfern, „die (jene) untergebracht und unterstĂŒtzt haben“ (Übersetzung nach Khoury) unterschieden wird.
cite-note-4242. ↑ W. Montgomery Watt: Islamic Conceptions of the Holy War. In: Thomas P. Murphy: The Holy War. Ohio State University Press, 1974 (S. 143 (Memento des Originals vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ohiostatepress.org).
cite-note-4343. ↑ The Encyclopaedia of Islam. Band 6, New Edition. Brill, Leiden. S. 147 („Makka“): „A breach of the terms of this treaty by Meccan allies led to a great Muslim expedition against Mecca with some 10,000 men. The town was surrendered almost without a blow, and all the Meccans, except a handful who were guilty of specific offences against Muhammad or some Muslim, were assured their lives and property would be safe if they behaved honourably.“
cite-note-4444. ↑ FĂŒr eine Zusammenfassung siehe: W. Montgomery Watt: Muhammad at Medina. Oxford University Press, 1962. S. 78-150; Elias Shoufani: Al-Ridda and the Muslim Conquest of Arabia. University of Toronto Press, 1973. S. 10–48.
cite-note-4545. ↑ Adel Theodor Khoury: Der Koran. Übersetzung und wissenschaftlicher Kommentar von Adel Theodor Khoury. Band 4. GĂŒtersloher Verlagshaus, GĂŒtersloh 1993, S. 288. Vgl. Etan Kohlberg: ShahÄ«d. In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. Band 9. Brill, Leiden 1997, S. 204: „The ážČurʟānic statement that the shuhadāʟ are alive (aáž„yāʟ) is often (but not always) interpreted literally [
] According to some traditions, the spirits of the martyrs will ascend directly to Paradise [
] During the Resurrection these spirits will be returned to the martyr's earthly bodies and the martyrs will then be given their abode in Paradise (dār al-shuhadāʟ).“.
cite-note-4646. ↑ Siehe Sure 47, Vers 4 (Übersetzung nach Paret): „Wenn ihr (auf einem Feldzug) mit den UnglĂ€ubigen zusammentrefft, dann haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken! Wenn ihr sie schließlich vollstĂ€ndig niedergekĂ€mpft habt, dann legt (sie) in Fesseln, (um sie) spĂ€ter entweder auf dem Gnadenweg oder gegen Lösegeld (freizugeben)!“
cite-note-4747. ↑ Siehe Sure 9, Vers 91 (Übersetzung nach Paret): „Die Schwachen und die Kranken und diejenigen, die nichts zur VerfĂŒgung haben, was sie (fĂŒr den Krieg gegen die UnglĂ€ubigen) spenden könnten, (sie alle) brauchen sich (darĂŒber) nicht bedrĂŒckt zu fĂŒhlen (daß sie sich am Krieg nicht beteiligen), wenn sie (nur) Gott und seinem Gesandten aufrichtig zugetan sind. Gegen die, die rechtschaffen sind, gibt es nichts einzuwenden (w. kann man nicht vorgehen). Gott ist barmherzig und bereit zu vergeben.“ Vgl. Sure 48, Vers 17.
cite-note-4848. ↑ Siehe Sure 8, Vers 61 (Übersetzung nach Paret): „Und wenn sie (d. h. die Feinde) sich dem Frieden zuneigen, dann neige (auch du) dich ihm zu (und laß vom Kampf ab)! Und vertrau auf Gott! Er ist der, der (alles) hört und weiß.“
cite-note-4949. ↑ Nach: Ursula Spuler-Stegemann: Die 101 wichtigsten Fragen zum Islam. MĂŒnchen, 2007 (S. 125).
cite-note-5050. ↑ W. Montgomery Watt: Islam and the Integration of Society. Routledge, 1998. S. 66 f.
cite-note-5151. ↑ Fred M. Donner: The Sources of Islamic Conceptions of War. In: John Kelsay und James Turner Johnson (Hrsg.): Just War and Jihad: Historical and Theoretical Perspectives on War and Peace in Western and Islamic Traditions. Greenwood Press, 1991. S. 47: „
deciding whether the Qur'an actually condones offensive war for the faith, or only defensive war, is really left to the judgement of the exegete.“ Vgl. Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishing Inc., 2005. S. 2.
cite-note-5252. ↑ Albrecht Noth: Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum. Röhrscheid, 1966. S. 13. Noth verweist hierbei beispielhaft auf Sure 2, Vers 216 sowie Sure 9, Vers 82–86.
cite-note-5353. ↑ FĂŒr einen Erörterungsversuch der von Mohammed beabsichtigten Kriegsziele anhand koranischer Aussagen siehe Albrecht Noth: Heiliger Krieg und Heiliger Kampf in Islam und Christentum. Röhrscheid, 1966. S. 13–15 sowie William Montgomery Watt: Islamic Conceptions of the Holy War. In: Th. P. Murphy: The Holy war. Ohio State University Press, 1974. S. 144 (Memento des Originals vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ohiostatepress.org–146 (Memento des Originals vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/ohiostatepress.org.
cite-note-5454. ↑ Beispiele fĂŒr solche Hadithe aus der muwatta des Mālik ibn Anas sind in englischer Übersetzung vorzufinden in: Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishing Inc., 2005. S. 18–25.
cite-note-5555. ↑ áčąaងīង al-BuឫārÄ«. Nachrichten von Taten und AussprĂŒchen des Propheten Muhammad. AusgewĂ€hlt, aus dem Arabischen ĂŒbersetzt und herausgegeben von Dieter Ferchl. Reclam, 2006. Kap. XXVIII, S. 299; vgl. Sahih al-Buchari: Band 4, Buch 52, Nr. 44 (Memento vom 16. Oktober 2015 im Internet Archive)
cite-note-5656. ↑ áčąaងīង al-BuឫārÄ«. Nachrichten von Taten und AussprĂŒchen des Propheten Muhammad. AusgewĂ€hlt, aus dem Arabischen ĂŒbersetzt und herausgegeben von Dieter Ferchl. Reclam, 2006. Kap. XXVIII, S. 304; vgl. Sahih al-Buchari: Band 4, Buch 52, Nr. 53 (Memento vom 16. Oktober 2015 im Internet Archive)
cite-note-5757. ↑ Zum exklusiven Pflichtcharakter des Dschihad im Islam vgl. Tilman Nagels Bemerkung: „Ibn Chaldun (gestorben 1406), der scharfsinnigste muslimische Interpret der islamischen Geschichte, stellte lakonisch fest, dass der Dschihad nur den Muslimen obliege. Im Gegensatz zu ihnen ‚hĂ€tten die anderen Religionen keine solch universelle Mission, und der Heilige Krieg war (deshalb) keine religiöse Pflicht fĂŒr sie, außer zur Selbstverteidigung‘“; in Tilman Nagel: "Dschihad von Anfang an" (Buchbesprechung), SZ vom 4. Mai 2007 ([1]).
cite-note-5858. ↑ Siehe Bernard Lewis: Die Wut der arabischen Welt: Warum der Jahrhunderte lange Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen weiter eskaliert. Campus Verlag, 2003. S. 54. FĂŒr einzelne Beispiele solcher Hadithe aus dem sahih des Muslim ibn al-Haddschādsch in englischer Übersetzung siehe: Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishers, 2005. S. 9–17.
cite-note-5959. ↑ von Bredow: Der Heilige Krieg (ǧihād) aus der Sicht der mālikitischen Rechtsschule. 1994, S. 63–132.
cite-note-6060. ↑ Rescher: Das Kapitel ĂŒber den DschihĂąd aus Ibn TĂ»mert’s KitĂąb. 1921.
cite-note-6161. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. 1996, S. 27–42.
cite-note-6262. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. 1996, S. 43–54.
cite-note-6363. ↑ Janina Safran: Defining Boundaries in al-Andalus: Muslims, Christians, and Jews in Islamic Iberia. Cornell University Press, Ithaca, 2013. S. 196–208.
cite-note-6464. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 10 und dort angegebene Quellen.
cite-note-lewis125-6565. ↑ Bernard Lewis: Die politische Sprache des Islam. Rotbuch Verlag, 1991. S. 125.
cite-note-6666. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Medieval and Modern Islam. Brill, 1977. S. 3.
cite-note-6767. ↑ Majid Khadduri: War and Peace in the Law of Islam. The Johns Hopkinns Press, 1955. S. 74 ff.
cite-note-6868. ↑ Bernard Lewis: Die Wut der arabischen Welt: Warum der Jahrhunderte lange Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen weiter eskaliert. Campus Verlag, 2003. S. 52.
cite-note-6969. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979, S. 10.
cite-note-noth31-7070. ↑ Albrecht Noth: Der Dschihad: sich mĂŒhen fĂŒr Gott. In: Gernot Rotter (Hrsg.): Die Welten des Islam: neunundzwanzig VorschlĂ€ge, das Unvertraute zu verstehen. Fischer Taschenbuch Verlag, 1993, S. 31.
cite-note-7171. ↑ Robert G. Hoyland (Hrsg.): Muslims and Others in Early Islamic Society. Aldershot 2004, S. xiv.
cite-note-7272. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishing Inc., 2005. S. 4.
cite-note-7373. ↑ Albrecht Noth: Der Dschihad: sich mĂŒhen fĂŒr Gott. In: Gernot Rotter (Hrsg.): Die Welten des Islam: neunundzwanzig VorschlĂ€ge, das Unvertraute zu verstehen. Fischer Taschenbuch Verlag, 1993. S. 27 f.
cite-note-7474. ↑ Beide Begriffe kommen weder im Koran noch den Hadithsammlungen vor, sondern entstanden im Laufe der Entwicklung des islamischen Völkerrechts in den Jahrhunderten nach dem Tode Mohammeds.
cite-note-7575. ↑ vgl. z. B. die Kommentierung des schafiitischen Gelehrten An-Nawawi in dessen Buch der 40 Hadithe zu dem dortigen Hadith Nr. 1 in: Yahya Ibn Sharif Al-Nawawi, Das Buch der Vierzig Hadithe. Kitab al-Arbai’in, aus dem Arabischen ĂŒbersetzt und herausgegeben von Marco Schöller, Frankfurt am Main und Leipzig 2007, S. 24 sowie die dazugehörigen Anmerkungen Marco Schöllers auf S. 405 u. S. 408.
cite-note-7676. ↑ Adel Theodor Khoury, Heiliger Krieg, in: Lexikon des Islam. Geschichte - Ideen - Gestalten, hrsg. von Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine. Drei BĂ€nde, Freiburg u. a.: 1991. Band 2, S. 349–359, S. 351.
cite-note-7777. ↑ Adel Theodor Khoury, Heiliger Krieg, in: Lexikon des Islam. Geschichte - Ideen - Gestalten, hrsg. von Adel Theodor Khoury, Ludwig Hagemann und Peter Heine. Drei BĂ€nde, Freiburg u. a.: 1991. Band 2, S. 349–359, S. 352.
cite-note-7878. ↑ The Encyclopaedia of Islam. Band 2, New Edition. Brill, Leiden, S. 116 („Dār al-ÊżAhd“).
cite-note-7979. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 12.
cite-note-8080. ↑ Adel Th. Khoury, Ludwig Hagemann, Peter Heine: Lexikon des Islam. Geschichte – Ideen – Gestalten. Directmedia, 2001. S. 665–667.
cite-note-8181. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 12 f.
cite-note-8282. ↑ E.J. Brill’s First Encyclopaedia of Islam, 1913–1936. Brill, 1993. Band II, S. 1042, s. v. „Djihād“; Vgl. John Kelsay: Islam and war: a study in comparative ethics. Westminster John Knox Press, 1993. S. 61: „If (
) the aim becomes the defense of Islamic territory against enemy attacks (
) It [sic] is no longer fard kifaya, but fard ayn, an „individual obligation“, in which each person must do all that he (or she) can for the sake of Islam.“
cite-note-8383. ↑ Rudolph Peters: Jihad in Classical and Modern Islam. Markus Wiener Publishing Inc., 2005. S. 3.
cite-note-8484. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 15 ff.
cite-note-8585. ↑ Adel Th. Khoury, Ludwig Hagemann, Peter Heine: Lexikon des Islam. Geschichte – Ideen – Gestalten. Directmedia, 2001. S. 669 f.
cite-note-8686. ↑ Adel Th. Khoury, Ludwig Hagemann, Peter Heine: Lexikon des Islam. Geschichte – Ideen – Gestalten. Directmedia, 2001. S. 669 f.; vgl. Rudolph Peters: Jihad in Medieval and Modern Islam. Brill, 1977. S. 19 ff.
cite-note-8787. ↑ Siehe Muhammad Hamidullah: The Muslim Conduct of State. Ashraf Printing Press, 1987. S. 205 ff. sowie dort angegebene Quellen.
cite-note-8888. ↑ Arthur Stanley Tritton: Caliphs and their non-muslim subjects. Routledge, 2013; Frede LĂžkkegaard: Islamic taxation in the classical period. Branner & Korch, 1950; Daniel Clement Dennett: Conversion and poll tax in early Islam. (Harvard Historical Monographs XXII.) Harvard University Press, 1950; Antoine Fattal: Le statut lĂ©gal des non-musulmans en pays d'Islam. Imprimerie Catholique, 1958.
cite-note-8989. ↑ Albrecht Noth: Die literarisch ĂŒberlieferten VertrĂ€ge der Eroberungszeit als historische Quellen In: Tilman Nagel (Hrsg.): Studien zum Minderheitenproblem im Islam. Band 1, Bonn 1973, S. 282 ff., S. 285 und S. 287.
cite-note-9090. ↑ The Encyclopaedia of Islam. Band 3, New Edition. Brill, Leiden, S. 546 („Hudna“); Vgl. Majid Khadduri, Herbert J. Liebesny, Robert H. Jackson: Origin and Development of Islamic Law. The Lawbook Exchange Ltd., 2008. S. 351.
cite-note-9191. ↑ FĂŒr Einzelheiten dahingehend siehe: Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 33 f.
cite-note-9292. ↑ The Encyclopaedia of Islam. Band 3, New Edition. Brill, Leiden, S. 546 („Hudna“).
cite-note-9393. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 33.
cite-note-9494. ↑ The Encyclopaedia of Islam. Band 1, New Edition. Brill, Leiden, S. 429 („Amān“).
cite-note-9595. ↑ Siehe Yohanan Friedmann: Tolerance and Coercion in Islam. Interfaith Relations in the Muslim Tradition. Cambridge University Press, 2003. S. 102 und die dort angegebene Literatur.
cite-note-9696. ↑ Patricia Crone: Islam and Religious Freedom (PDF; 138 kB), Vortrag von auf dem dreißigsten deutschen Orientalistentag 2007 ĂŒber die Interpretation der koranischen Norm Kein Zwang in der Religion in der islamischen Koranexegese: „They [gemeint sind die klassischen Korankommentare] all had the merit of making the verse compatible with the use of force for the maintenance and expansion of the Muslim community. It did not clash [
] with the duty to wage jihad to bring all mankind under Muslim sovereignty, for it only granted freedom to infidels after they'd been subjected.“ Leicht gekĂŒrzt auch online publiziert als "No pressure, then: freedom of religion in Islam. Open Democracy 2009;Vgl. Yohanan Friedmann: Tolerance and Coercion in Islam. Interfaith Relations in the Muslim Tradition. Cambridge University Press, Cambridge 2003, S. 102 f.
cite-note-friedmann103-9797. ↑ Yohanan Friedmann: Tolerance and Coercion in Islam. Interfaith relations in the Muslim Tradition. Cambridge, 2003 (S. 103).
cite-note-9898. ↑ Yohanan Friedmann: Tolerance and Coercion in Islam. Interfaith relations in the Muslim Tradition. Cambridge, 2003. S. 102 f.
cite-note-9999. ↑ Reuven Firestone: Jihad: The Origin of Holy War in Islam. Oxford University Press, 1999 (S. 17).
cite-note-100100. ↑ Siehe Majid Khadduri: War and Peace in the Law of Islam. The Johns Hopkins Press, 1955. S. 56 f. und dortige Quellenangaben.
cite-note-101101. ↑ Yohanan Friedmann: Tolerance and Coercion in Islam. Interfaith Relations in the Muslim Tradition. Cambridge University Press, 2003 (S. 150).
cite-note-102102. ↑ Josef van Ess: Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frĂŒhen Islam. Band 2. De Gruyter, 1997 (S. 92 und S. 390 nach al-Asch’ari).
cite-note-103103. ↑ Josef van Ess: Theologie und Gesellschaft im 2. und 3. Jahrhundert Hidschra. Eine Geschichte des religiösen Denkens im frĂŒhen Islam. Band 1. De Gruyter, 1997 (S. 143 und S. 147).
cite-note-104104. ↑ Rudolph Peters: Islam and Colonialism. The doctrine of Jihad in Modern History. Mouton Publishers, 1979. S. 118 f.
cite-note-105105. ↑ Wolfgang G. Schwanitz: Max von Oppenheim und der Heilige Krieg. Zwei Denkschriften zur Revolutionierung islamischer Gebiete 1914 und 1940. In: Sozial.Geschichte. Band 19, Nr. 3, 2004, S. 28–59.
cite-note-106106. ↑ Wolfgang G. Schwanitz: Jihadisierung des Islam im Großen Krieg. In: Humanities – Sozial- und Kulturgeschichte. - Webversion vom Oktober 2014.
cite-note-107107. ↑ Bernard Lewis, Buntzie Ellis Churchill: Islam: The Religion and the People. Wharton School Publishing, 2008 (S. 152).